An einem wunderschönen Abend traf ich mich mit meiner Freundin. Wir tranken ein paar Bierchen in einer netten Runde mit noch zwei weiteren Freunden und planten ein großes Hochzeitsevent. Mit allem drum und dran: Weißen Tauben, Sektempfang, rotem Teppich und und und.

Die weißen Tauben waren eigentlich nur ein Scherz, bis jedoch eines Tages meine Freundin ernsthaft eine Hochzeitsagentur damit beauftragt hat, ihr weiße Tauben zu besorgen. Als sie eine Email mit einem Link bekam, der zu Uwe Stoffels Hochzeitstauben führte, sagte sie mir Bescheid. Das war das perfekte Hochzeitsgeschenk. Schnell hatten wir mit Herrn Stoffel Kontakt aufgenommen und den schönen Korb inklusive rotem Teppich und zwei Fototauben gebucht. Die Homepage hatte uns total angesprochen, mit den Fotos und den vielen Varianten der Körbe. Wir haben einen Korb mit Schalke Deko bestellt, da der Bräutigam auch am liebsten den Verein heiraten würde. Die Braut und der Bräutigam durften aber nichts davon wissen, denn es sollte ja eine Überraschung werden. Woche für Woche studierten wir Brautmoden Kataloge, Kutschen, Autos, Brautsträuße, Schmuck, Schminke und Frisuren. Wir testeten eins nach dem anderen und hatten daraufhin eine nähere Auswahl getroffen. Plötzlich stieß die Braut auf die Tauben. Schnellstmöglich mussten wir sie vom Gegenteil überzeugen, was nach einer harten Diskussion uns auch gelang. Womit wir nicht gerechnet hatten, war das der Bräutigam dieselbe Idee hatte. Auch ihn mussten wir mit guten Argumenten vom Gegenteil überzeugen.

Der Tag der Tage kam immer näher und die Nervosität stieg ins Unermesslich. Das Brautpaar ging schon früh morgens von einem zum anderen, für das richtige Kleid bis hin zum schminken und der Blumendekoration. Die Feierlichkeit hatte zwei Teile: der erste war die standesamtliche Hochzeit und der zweite die kirchliche Trauung. Die Tauben waren für die kirchliche Trauung angedacht. Endlich war der Tag da. Die Braut hatte schon früh morgens viele Termine. Erst zum Friseur und dann zur Kosmetikerin, die Ihr das letzte I-Tüpfelchen bereitet hatte. Danach ging es nach Hause, damit sie sich das Hochzeitskleid anziehen konnte. Der Trauzeuge war für die Fahrt zuständig. Er holte die Braut zu Hause ab und brachte sie zum Standesamt, wo der Bräutigam auf sie wartete. Nach der standesamtlichen Hochzeit wurden die Bilder mit der Familie gemacht. Noch ahnten sie nichts von unserer schönen Überraschung mit den Tauben. Vor dem Standesamt stand schon jemand mit Tauben, aber die hatten nicht annähernd nicht so schöne Körbe, wie die, die wir von Herrn Stoffel gesehen hatten. Also konnten es unsere nicht sein und dann wäre auch was schief gelaufen, da unsere Tauben erst zur kirchlichen kommen sollten. Und so war es dann schlussendlich auch. Als wir die Kirche verließen, stand der Herr Stoffel da und hatte seinen schönen weißen Korb im Gepäck. Was wir alle nicht sehen konnten war, der kleine Korb mit den 2 Fototauben. Ein wenig Panik stieg in uns hoch, da wir dachten er hätte diese vergessen, aber das war nicht so. Herr Stoffel bewies das er sehr professionell arbeitete. Leider verging der Moment des fliegen lassen viel zu schnell, aber das Brautpaar war super erfreut und hing sich die dazugehörende Urkunde in einen schönen Rahmen als Erinnerung.